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Tourismus in Österreich: Fakten, Zahlen & Ranking

Arthur Edward Thompson Clarke • 2026-07-09 • Gepruft von Elias Hoffmann

154,3 Millionen Nächtigungen im Jahr 2024 – der Tourismus in Österreich hat das Vorkrisenniveau nicht nur erreicht, sondern übertroffen. Dieser Artikel gibt einen datenbasierten Überblick.

Nächtigungen 2024: 154,3 Millionen ·
Ankünfte 2024: 46,7 Millionen ·
BIP-Anteil: 4,2 % ·
Wertschöpfung: 20,1 Mrd. €

Kurzüberblick

1Bestätigte Fakten
2Was unklar ist
  • Die genaue Aufteilung der Tourismustypen auf die Bundesländer ist nicht einheitlich erfasst.
  • Die langfristigen Auswirkungen des Klimawandels auf den Wintertourismus sind schwer zu quantifizieren.
  • Die genauen wirtschaftlichen Verflechtungen des Tourismus mit anderen Sektoren sind in der Gesamtschau schwer zu isolieren.
3Zeitleisten-Signal
4Wie es weitergeht

Sechs Fakten zur wirtschaftlichen Dimension des Tourismus in Österreich auf einen Blick:

Kennzahl Wert
Nächtigungen 2024 154,3 Millionen
Ankünfte 2024 46,7 Millionen
BIP-Anteil (2024) 4,2 %
Wertschöpfung (2024) 20,1 Mrd. €
Wichtigste Bundesländer (Nächtigungen) Tirol, Salzburg, Wien
Tourismus-Intensität (Übernachtungen pro Einwohner) ca. 17 pro Jahr (2023)

Welchen Tourismus gibt es in Österreich?

Sommer- und Wintertourismus

  • Sommer: Wandern, Klettern, Mountainbiken, Badeseen wie Wörthersee und Neusiedler See – die Alpenregionen ziehen jährlich Millionen Gäste an. Der Sommertourismus 2025 verzeichnete 83,4 Millionen Nächtigungen, ein Plus von 2,2 % gegenüber dem Vorjahr (Austria Tourism – Sommer 2025).
  • Winter: Skifahren, Snowboarden und Langlauf dominieren. Top-Orte wie Sölden, Ischgl und Kitzbühel sichern sich dank Schneesicherheit in Höhenlagen eine stabile Nachfrage.
Der Unterschied

Der Sommertourismus übertrifft den Wintertourismus inzwischen leicht – ein Trend, der sich durch den Klimawandel weiter verstärken könnte.

Städtetourismus

  • Wien: Kultur, Architektur und Kaffeehäuser – die Hauptstadt zählt zu den touristischsten Städten Europas.
  • Salzburg: Mozart, Festspiele und Barock locken Kulturinteressierte.
  • Innsbruck: Stadt in den Alpen, ideal für Kombinationsurlauber.
  • Graz: UNESCO-Weltkulturerbe und kulinarische Szene.

Wellness und Gesundheitstourismus

  • Thermen wie Bad Gastein und Warmbad Villach, Kuranstalten und Gesundheitsresorts gewinnen an Bedeutung. Alpine Kuren und Naturheilmethoden sind ein wachsendes Segment.
Fazit: Österreich bietet eine außergewöhnliche Bandbreite an Tourismusformen – vom alpinen Abenteuer bis zur urbanen Kulturreise. Für Reisende heißt das: kaum ein Land vereint so viel Vielfalt auf so engem Raum.

Wie ist der Tourismus in Österreich?

Aktuelle Lage und Erholung nach der Pandemie

Der Tourismus in Österreich hat sich nach der Pandemie rasant erholt. Bereits 2024 übertrafen die Nächtigungen mit 154,3 Millionen erstmals das Vorkrisenniveau von 2019 (Statistik Austria – Tourismusbericht 2024). Die Ankünfte stiegen auf 46,7 Millionen. 2025 legte der Sektor noch einmal zu: 157,27 Millionen Nächtigungen (+1,9 %) und 48,17 Millionen Ankünfte (+3,1 %) wurden registriert (Statistik Austria – Vorläufige Jahresergebnisse 2025).

Bedeutung für die Volkswirtschaft

Laut der Wirtschaftskammer Österreich (WKO) – Tourismus- und Freizeitwirtschaft in Zahlen 2025 betrug die direkte und indirekte Wertschöpfung des Tourismus 2024 rund 30,3 Milliarden Euro – das entspricht 6,3 % des Bruttoinlandsprodukts. Rechnet man die gesamte Freizeitwirtschaft dazu, sind es 35,3 Milliarden Euro (7,3 % des BIP). Österreich zählt damit zu den tourismusstärksten Ländern Europas.

Warum das zählt

Für ein Land mit 9,2 Millionen Einwohnern ist eine Tourismusintensität von 17,1 Nächtigungen pro Kopf (2025) ein außergewöhnlicher Wert – das zeigt, wie tief der Sektor in der Wirtschaft verwurzelt ist.

Das Muster: Die Erholung ist nicht nur schnell, sondern nachhaltig – ein Zeichen für die starke Position Österreichs als Reiseland.

Warum liegt Österreich auf Platz 13 im Tourismusranking der UN Tourism?

Kriterien des UN-Rankings

Das Ranking der UN World Tourism Organization (UNWTO) – Global Tourism Ranking misst internationale Touristenankünfte und Tourismuseinnahmen. Absolute Zahlen zählen, nicht die Pro-Kopf-Leistung. Österreich landet mit rund 27 Millionen internationalen Ankünften (2024) auf Platz 13 – hinter Ländern mit viel größerer Bevölkerung wie Frankreich, Spanien oder den USA.

Vergleich mit anderen Ländern

  • Frankreich (Platz 1): 100 Mio. internationale Ankünfte, bevölkerungsreich, vielfältige Küsten und Metropolen.
  • Spanien (Platz 2): 85 Mio. Ankünfte, Sonne und Strände als Magnet.
  • USA (Platz 3): 80 Mio. Ankünfte, riesige Fläche und viele Attraktionen.
  • Österreich: 27 Mio. Ankünfte – aber hohe Qualität, hohe Ausgaben pro Gast.

Das Muster: Österreich liegt in der Spitzengruppe, aber die absolute Zahl wird durch die Größe des Landes begrenzt. In Pro-Kopf-Betrachtung wäre Österreich unter den Top 5.

Ist 13 eine Glückszahl? (Diskussion)

Platz 13 wirkt auf den ersten Blick bescheiden – doch die Analyse von faktum.fm – „Tourismusranking: Ist 13 eine Glückszahl?” zeigt: Österreichs Tourismus pro Kopf und pro Quadratkilometer gehört zu den weltweit höchsten. Die Platzierung spiegelt eher die begrenzte absolute Größe als mangelnde Wettbewerbsfähigkeit wider.

Fazit: Für Reisende bedeutet Platz 13 vor allem eines: Österreich ist kein Massentourismusland, sondern ein Qualitätsziel mit hohen Standards. Für die Wirtschaft heißt das: begrenzter Wachstumsspielraum nach oben, aber hohe Resilienz.

Wie stark ist Österreich vom Tourismus abhängig?

Anteil am BIP

Der direkte BIP-Anteil des Tourismus beträgt 4,2 % (2024). Rechnet man die indirekten Effekte hinzu, steigt der Anteil auf 6,3 % – das sind rund 30,3 Milliarden Euro (WKO – Tourismus- und Freizeitwirtschaft in Zahlen 2025). Die Freizeitwirtschaft insgesamt erreicht 7,3 % des BIP.

Arbeitsplätze im Tourismus

Rund 7 % der Erwerbstätigen in Österreich arbeiten direkt oder indirekt im Tourismus. Laut Momentum Institut – „Österreich stark vom Tourismus abhängig” gehört Österreich damit zu den am stärksten vom Tourismus abhängigen Ländern Europas.

Regionale Unterschiede

  • Tirol: Tourismusintensität von über 40 Nächtigungen pro Einwohner – absolute Spitze.
  • Salzburg: Ähnlich hohe Abhängigkeit, besonders in den Wintersportorten.
  • Wien: Städtetourismus mit geringerer Pro-Kopf-Intensität, aber hohem Umsatzvolumen.
Das Paradox

Die höchste Abhängigkeit besteht in den ländlichen Alpenregionen – genau dort, wo alternative Wirtschaftszweige fehlen. Ein Einbruch des Wintertourismus durch Klimawandel trifft diese Regionen besonders hart.

Die Kehrseite: Genau diese Stärke macht die Wirtschaft anfällig für externe Schocks, wie sie der Klimawandel darstellt.

Wie ist die Tourismusstatistik in Österreich?

Nächtigungen und Ankünfte 2024

2024: 154,3 Millionen Nächtigungen, 46,7 Millionen Ankünfte (Statistik Austria – Tourismusbericht 2024). Von den 2025er Nächtigungen entfielen 116,81 Millionen auf internationale Gäste, 40,46 Millionen auf Inländer (Statistik Austria – Vorläufige Jahresergebnisse 2025).

Top-Reiseziele (Bundesländer, Städte)

  • Bundesländer (Nächtigungen 2024): Tirol (ca. 46 Mio.), Salzburg (ca. 28 Mio.), Wien (ca. 18 Mio.) – Quelle: Wikipedia – Tourismus in Österreich.
  • Städte: Wien (stärkste Stadt), Salzburg, Innsbruck, Graz.

Saisonale Verteilung

Der Sommertourismus übertrifft den Wintertourismus leicht: 2025 entfielen 83,4 Millionen Nächtigungen auf die Sommersaison (Mai-Oktober) gegenüber rund 74 Millionen im Winterhalbjahr. Die Sommersaison 2025 wuchs bei den Ankünften um 2,6 % (Austria Tourism – Sommersaison 2025).

Fazit: Die Zahlen zeigen ein stabiles, aber wachsendes System. Für die österreichische Tourismuswirtschaft bedeutet das: Planungssicherheit, aber auch die Notwendigkeit, sich auf klimatische Veränderungen einzustellen.

Bestätigte Fakten

Was unklar ist

  • Die genaue Aufteilung der Tourismustypen auf die Bundesländer ist nicht einheitlich erfasst.
  • Die Auswirkungen des Klimawandels auf den Wintertourismus sind langfristig schwer zu quantifizieren.

Stimmen aus der Branche

„Der Tourismus ist ein zentraler Wirtschaftsfaktor – 2024 steigen Nächtigungen und Ankünfte deutlich.”

– WKO (marie-Studie), Wirtschaftskammer Österreich – Marie-Studie

„Österreich gehört zu den am stärksten vom Tourismus abhängigen Ländern Europas.”

– Momentum Institut, Momentum Institut – Analyse

Für Österreichs Wirtschaft ist die Botschaft klar: Der Tourismus bleibt ein tragender Pfeiler, aber die Abhängigkeit birgt Risiken. Die Politik muss in Infrastruktur, Nachhaltigkeit und alternative Wirtschaftszweige investieren, um die Abhängigkeit zu verringern. Für die österreichischen Tourismusbetriebe ist die Entscheidung ebenso klar: auf Qualität statt Quantität setzen, oder die Konkurrenz aus Ländern wie Frankreich oder Spanien wird langfristig die Gäste abwerben.

Häufig gestellte Fragen

Welches Land ist die Nummer 1 im Tourismus weltweit?

Frankreich führt das UN-Tourism-Ranking mit rund 100 Millionen internationalen Ankünften an, gefolgt von Spanien und den USA (UNWTO – Ranking).

Was sind die 10 beliebtesten Touristenziele der Welt?

Zu den Top-10 zählen laut UNWTO Frankreich, Spanien, USA, Italien, China, Deutschland, Großbritannien, Mexiko, Thailand und die Türkei. Österreich liegt auf Platz 13.

Welche ist die touristischste Stadt in Österreich?

Wien verzeichnet die meisten internationalen Ankünfte unter den österreichischen Städten, gefolgt von Salzburg, Innsbruck und Graz.

Wie hat sich der Tourismus in Österreich in den letzten Jahren entwickelt?

Nach dem Pandemie-Einbruch erholte sich der Tourismus rasant: 2024 wurden erstmals mehr Nächtigungen als 2019 registriert. 2025 setzte den Wachstumstrend fort (Statistik Austria – 2025).

Wie hoch ist der Anteil des Tourismus am österreichischen BIP?

Der direkte Anteil liegt bei 4,2 %, inklusive indirekter Effekte bei 6,3 % (2024) (WKO – Tourismus in Zahlen 2025).

Welche Rolle spielt der Sommertourismus im Vergleich zum Wintertourismus?

Der Sommertourismus übertrifft den Wintertourismus leicht: 2025 entfielen 83,4 Millionen der 157,27 Millionen Nächtigungen auf die Sommersaison (Austria Tourism – Sommer 2025).

Wie wirkt sich der Klimawandel auf den Tourismus in Österreich aus?

Der Wintertourismus leidet unter schwindender Schneesicherheit in tiefen Lagen, während der Sommertourismus profitiert – langfristig sind die Auswirkungen jedoch schwer zu quantifizieren.



Arthur Edward Thompson Clarke

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