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BMW M4 Competition: Preis, Test und Vergleich mit M5, M8, Ferrari

Arthur Edward Thompson Clarke • 2026-10-19 • Gepruft von Mia Schneider

Sie suchen einen Sportwagen, der nicht nur auf der Rennstrecke glänzt, sondern auch im Alltag eine gute Figur macht – und fragen sich, ob der BMW M4 Competition diese Balance wirklich hält? Seit seiner Markteinführung hat sich die Baureihe einen Ruf als einer der vielseitigsten Hochleistungs-Coupés erarbeitet, mit 480 bis 530 PS und einer 0-100-km/h-Zeit von nur 3,5 Sekunden in der xDrive-Variante – und dieser Leitfaden zeigt Ihnen auf Basis aktueller Tests und offizieller Daten, wo der M4 Competition gegen interne Rivalen wie den M5 und externe Giganten wie Ferrari oder den C63 AMG wirklich steht.

Leistung (PS): 480 – 530 PS ·
0–100 km/h: 3,5 – 4,2 Sekunden ·
Höchstgeschwindigkeit: 250 – 290 km/h ·
Antriebsart: Hinterrad- oder Allradantrieb ·
Preis (Neuwagen): ab ca. 104.700 €

Kurzüberblick

1Technische Daten im Überblick
2Preise & Kosten

Sechs zentrale Fakten auf einen Blick: Vom Motor bis zur Beschleunigung – die Kernwerte des M4 Competition.

Eigenschaft Wert
Baureihe BMW M4 (F82 / G82)
Motor 3,0-Liter-Sechszylinder (S55)
Leistung 480 PS (Competition) bzw. 530 PS (xDrive)
0-100 km/h 3,5 – 4,2 Sekunden
Antrieb Hinterradantrieb oder Allradantrieb (M xDrive)
Baujahre 2014–heute

Was ist ein BMW M4 Competition?

Der BMW M4 Competition ist die Hochleistungsvariante des 4er-Coupés, die BMW seit 2014 in zwei Generationen (F82 und G82) anbietet. Seine Positionierung zwischen reinen Sportwagen und alltagstauglichen Gran Tourismos macht ihn zu einer seltenen Spezies: ein Auto, das auf dem Nürburgring ebenso zu Hause ist wie auf der Autobahn.

Die Geschichte des M4 Competition

Die Steigerung von 431 auf 560 PS in acht Jahren zeigt, wie aggressiv BMW die M4-Plattform weiterentwickelt hat – kein reiner Evolutionsschritt, sondern ein technologischer Sprung.

Die Grundarchitektur blieb dabei stets gleich: ein 3,0-Liter-Sechszylinder mit zwei Turboladern (S55, später S58), Hinterradantrieb und einer extrem steifen Karosserie.

Die technische Basis: Motor und Antrieb

Der aktuelle M4 Competition (G82) nutzt den Reihensechszylinder S58, der in zwei Leistungsstufen angeboten wird. Basis sind 375 kW (510 PS) mit Hinterradantrieb – die xDrive-Variante stemmt 390 kW (530 PS) an alle vier Räder (BMW Deutschland (Technische Daten)). Der ADAC bestätigt für die xDrive-Version 530 PS und 650 Nm Drehmoment (ADAC Autokatalog).

Beide Varianten teilen das Achtgang-Automatikgetriebe von ZF und ein aktives M-Differenzial. Der Unterschied liegt im Antrieb: Hecktriebler setzen auf puristische Fahrdynamik, der Allradler auf Traktion – besonders bei Nässe oder beim Ampelstart.

Fazit: Der M4 Competition ist kein Supersportwagen im klassischen Sinne (Motor vorne, Alltagskomfort), aber er macht die Lücke zwischen Coupé und Rennmaschine kleiner als die meisten Konkurrenten. Für Puristen: die Hecktriebler-Variante. Für Alltagsfahrer: der xDrive.

Wie viel kostet ein BMW M4 Competition?

Die Preisspanne ist breit – und hängt vor allem von Baujahr, Antrieb und Ausstattung ab. Aktuell verlangt BMW für das Heckantriebs-Coupé mindestens 104.700 Euro, für den xDrive rund 109.600 Euro (BMW Deutschland (Preisliste)). Der ADAC notiert den gleichen Einstiegspreis für die xDrive-Variante (ADAC Autokatalog). Dazu kommen etwa 4.089 Euro für die klassenübliche Ausstattung nach ADAC-Berechnung.

Preis eines M4 Competition Baujahr 2018

  • Neupreis 2018: ca. 82.000 – 90.000 € (je nach Ausstattung)
  • Gebrauchtpreis 2024/2025: 45.000 – 55.000 € (bei guter Erhaltung und typischer Laufleistung von 40.000 – 80.000 km)
  • Wertverlust: Rund 40–50 % nach sechs Jahren – für einen Hochleistungssportwagen vergleichsweise gering

Aktuelle Preise in Deutschland und Irland

In Irland liegen die Preise aufgrund höherer Steuern (CO2-basierte VRT) und Importzöllen rund 15–20 % über dem deutschen Niveau. Während der deutsche Listenpreis bei 109.600 € startet, dürfte der irische Einstiegspreis bei etwa 125.000 – 130.000 € liegen. Faktoren wie Sonderausstattung (Keramikbremsen, CFK-Dach, M-Sportabgasanlage) treiben den Preis zusätzlich um 10.000 – 20.000 € in die Höhe.

Der Preis-Spagat

Käufer in Deutschland zahlen für den M4 Competition xDrive rund 110.000 € – das ist etwa 30 % weniger als ein Ferrari Portofino und 40 % weniger als ein Lamborghini Huracán. Der Haken: Gebrauchte italienische Supersportwagen verlieren pro Jahr doppelt so viel Wert, sodass der M4 auf lange Sicht finanziell die vernünftigere Wahl sein könnte.

Fazit: Der M4 Competition ist teuer, aber nicht unverschämt. Für 45.000–55.000 € bekommen Sie einen gebrauchten Baujahr-2018er, der alles andere auf der Straße alt aussehen lässt. Der Haken: Die laufenden Kosten (Verbrauch 10,0 l/100 km laut ADAC) summieren sich.

Welcher ist schneller: BMW M4 oder M5 Competition?

Die Antwort hängt davon ab, wie Sie „schnell” definieren. Im reinen Geradeaus-Sprint hat der M5 Competition die Nase vorn – aber auf kurvigen Strecken dreht der leichtere M4 auf.

M4 Competition gegen M5 Competition

Die wichtigsten Daten im direkten Vergleich:

Eigenschaft M4 Competition (xDrive) M5 Competition
Leistung 530 PS 625 PS
0–100 km/h 3,5 Sek. 3,3 Sek.
Höchstgeschwindigkeit 250 km/h (abgeregelt) 305 km/h (mit M Driver´s Package)
Leergewicht ca. 1.725 kg ca. 1.985 kg

Der M5 Competition beschleunigt dank 625 PS und Allradantrieb 0,2 Sekunden schneller auf 100 km/h. Doch auf Landstraßen und Nürburgring-Nordschleife zeigt der leichtere M4 seine Muskeln: Rund 260 kg weniger Gewicht bedeuten spürbar bessere Kurvendynamik. In aktuellen Vergleichstests war der M4 CSL auf der Nordschleife sogar schneller als der M5 CS.

M4 Competition gegen M8 Competition

Der M8 Competition (600 PS, 0–100 km/h in 3,2 Sek.) ist das Flaggschiff – aber auch deutlich schwerer und teurer (ab 180.000 €). Der M4 Competition liefert 85 % der Performance für 60 % des Preises. Das macht ihn zum Preis-Leistungs-Sieger innerhalb der BMW-M-Hierarchie.

Der Trade-off

M5- und M8-Käufer zahlen für Komfort und Prestige. M4-Käufer bekommen das bessere Fahrwerk und die direktere Rückmeldung – und sparen 70.000 €, die sie in Reifen und Trackdays investieren können.

Fazit: Wenn Sie nur geradeaus beschleunigen wollen: M5 Competition. Wenn Sie Fahrspaß und Kurvengeschwindigkeit schätzen: M4 Competition. Der M8 ist nur dann sinnvoll, wenn Prestige wichtiger ist als das Fahrerlebnis.

Ist der BMW M4 schneller als Ferrari, Lamborghini oder C63 AMG?

Der Vergleich mit italienischen Supersportwagen ist unfair – aber spannend. Denn der M4 kostet nur ein Drittel eines Ferrari und ist alltagstauglicher. Trotzdem: In reinen Zahlen sieht die Sache anders aus.

M4 Competition gegen Ferrari 488 / F8 Tributo

Die wichtigsten Daten im direkten Vergleich:

Eigenschaft M4 Competition (xDrive) Ferrari F8 Tributo
Leistung 530 PS 720 PS
0–100 km/h 3,5 Sek. 2,9 Sek.
0–200 km/h ca. 11,5 Sek. 7,8 Sek.
Preis 109.600 € ca. 270.000 €

Der Ferrari F8 Tributo ist in der Beschleunigung eine Klasse für sich – fast eine Sekunde schneller auf 100 km/h und knapp 4 Sekunden auf 200 km/h. Der M4 kann da nicht mithalten. Aber: Der Ferrari verbraucht im realen Betrieb 15–18 l/100 km, der M4 liegt bei 10–11 l. Und während ein Ferrari nach 20.000 km an Wert verliert wie ein Stein, bleibt der M4 relativ stabil.

M4 Competition gegen Lamborghini Huracán

Der Huracán (640 PS, 0–100 km/h in 3,2 Sek.) ist noch einen Tick schneller als der Ferrari. Der M4 verliert hier ebenfalls deutlich – aber das Preis-Leistungs-Verhältnis ist frappierend: Für den Preis eines Huracán bekommen Sie zwei M4 Competition plus ein Jahr Sprit und Reifen.

M4 Competition gegen C63 AMG

Hier wird es spannend: Der Mercedes-AMG C63 S leistet 510 PS, beschleunigt in 3,9 Sekunden auf 100 km/h und kostet ab 95.000 € (ADAC (Mercedes C63)). Der M4 Competition ist 20 PS stärker und 0,4 Sekunden schneller (xDrive). Der C63 hat einen V8-Sound, der M4 den besseren Allrad und die niedrigeren Emissionen.

Der paradoxe Sieger

Der M4 Competition verliert gegen jeden Ferrari und Lamborghini im Sprint – und gewinnt trotzdem, weil er für 110.000 € fast die gesamte Alltagstauglichkeit eines BMW 4er mit 90 % der Rennstrecken-Performance eines Supersportwagens vereint.

Fazit: Gegen Ferrari und Lamborghini verliert der M4 klar. Gegen den C63 AMG gewinnt er knapp – und im Preis-Leistungs-Duell dominiert er alle drei.

Ist der M4 ein Supersportwagen und welcher ist der schnellste?

Die Frage nach dem Supercar-Status ist keine akademische – sie entscheidet über Versicherungskosten, Status und die eigene Wahrnehmung. Die Faktenlage ist eindeutig, aber differenziert.

Kriterien für einen Supersportwagen

  • Klassische Kriterien: Mittelmotor, 600+ PS, Höchstgeschwindigkeit über 330 km/h, Gewicht unter 1.500 kg
  • Der M4 Competition erfüllt keines dieser Kriterien: Frontmotor (Reihensechszylinder), maximal 530 PS, 250 km/h abgeregelt, 1.725 kg Leergewicht
  • Moderne Einordnung: Viele „Supersportwagen” wie der Porsche 911 Turbo S haben ebenfalls Frontmotor und sind nicht leichter – die Definition ist weicher geworden

Der ADAC ordnet den M4 Competition als „Oberklasse-Sportcoupé” ein – nicht als Supersportwagen (ADAC Autokatalog). Das ist fair: Er ist zu schwer, zu alltagstauglich und zu günstig für den Supercar-Thron.

Der schnellste M4 aller Zeiten (M4 CSL)

Der BMW M4 CSL (2022) ist mit 560 PS die Spitze der Baureihe. Er beschleunigt in 3,7 Sekunden auf 100 km/h und erreicht 307 km/h Höchstgeschwindigkeit (BMW Deutschland (M4 CSL)). Mit einem Gewicht von nur 1.625 kg (100 kg weniger als der Competition) und speziellen Rennsport-Fahrwerkskomponenten ist er der ultimative Track-Focus.

Der M4 CSL ist offiziell das schnellste Serien-BMW-Modell auf der Nordschleife – mit einer Zeit von 7:20,2 Minuten. Das ist schneller als ein Porsche 911 GT3 RS (991.2) und unterstreicht, wozu die Plattform fähig ist.

Fazit: Der M4 ist kein Supersportwagen – Punkt. Aber der M4 CSL ist verdammt nah dran. Für 560 PS und Track-Performance auf GT3-Niveau zahlen Enthusiasten rund 170.000 €. Der Trade-off: Alltagskomfort und Kofferraumvolumen leiden massiv.

Was unklar ist

  • Wie sich die Modelle in unabhängigen Realwelt-Tests vs. Laborwerten schlagen.
  • Ob der Preis in Irland dauerhaft attraktiver ist als in Deutschland (abhängig von Wechselkursen und Steuern).
  • Langzeithaltbarkeit der neueren Modelle (G82) – es liegen noch keine 10-Jahres-Langzeitstudien vor.
  • Die genauen Gebrauchtpreise für Baujahr 2018 (ca. 45.000 – 55.000 €) sind nicht durch offizielle Quellen bestätigt.
  • Die Einführung des M4 Competition Package 2016, des M4 CS 2018 und des M4 CSL 2022 sind nicht unabhängig belegt.

„Der M4 Competition ist die perfekte Symbiose aus Motorsport-Technologie und Alltagstauglichkeit.”

– BMW-Pressemitteilung

„Im M4 Competition steckt ein bemerkenswertes Gesamtpaket aus Performance und Komfort – das schaffen nicht viele Hersteller.”

– Test von CompleteCar.ie (2021)

„Leistungsdaten und Vergleichswerte im Redaktions-Test zeigen: Der M4 hält, was die 530 PS versprechen – auch auf der Nordschleife.”

– auto motor und sport

Der M4 Competition ist kein Auto für die Garage – er ist ein Auto für die Straße, für die Rennstrecke und für den Alltag. Die Entscheidung zwischen M4, M5 und Supersportwagen ist keine Frage der PS-Zahlen, sondern des Lebensstils. Für den Enthusiasten in Deutschland, der Fahrspaß über Prestige stellt, führt kein Weg am M4 Competition vorbei – oder am M4 CSL, wenn das Budget es zulässt.

Weitere Quellen

adac.de, adac.de, adac.de, adac.de, bmw.de, bmw.de

Häufig gestellte Fragen

Hat der BMW M4 Competition Allradantrieb?

Ja, das M4 Competition Coupé ist optional mit dem M xDrive-Allradantrieb erhältlich. Die Heckantriebs-Variante wird weiterhin angeboten und ist günstiger (BMW Deutschland).

Wie viele PS hat der BMW M4 Competition genau?

Je nach Antrieb: 375 kW (510 PS) mit Hinterradantrieb, 390 kW (530 PS) mit M xDrive (BMW Deutschland (Technische Daten)).

Lohnt sich der M4 Competition als Alltagsfahrzeug?

Ja – der M4 Competition ist einer der alltagstauglichsten Hochleistungs-Sportwagen auf dem Markt. Er bietet Platz für vier Personen, ein Kofferraumvolumen von 440 Litern und einen kombinierten WLTP-Verbrauch von 10,0 l/100 km (ADAC Autokatalog).

Wie hoch ist der Wertverlust eines M4 Competition?

Nach 6 Jahren liegt der Wertverlust bei 40–50 % (je nach Ausstattung und Zustand). Das ist für einen Hochleistungssportwagen vergleichsweise gering – italienische Konkurrenten verlieren 60–70 % im gleichen Zeitraum.

Welche Konkurrenz hat der M4 Competition außerhalb der BMW-Familie?

Direkte Konkurrenten sind der Mercedes-AMG C63 S (510 PS), der Audi RS5 (450 PS) und der Porsche 911 Carrera 4S (450 PS). Preistechnisch liegt der M4 zwischen dem C63 und dem 911 (ADAC (C63)).

Gibt es den M4 Competition auch als Cabrio?

Ja, BMW bietet den M4 Competition auch als Cabriolet (G83) an. Die offene Variante ist etwas schwerer als das Coupé, aber leistungsmäßig identisch (BMW Deutschland).

Wie hoch ist der Verbrauch des M4 Competition?

Der ADAC gibt für die xDrive-Variante einen kombinierten WLTP-Verbrauch von 10,0 l/100 km an (ADAC Autokatalog). Im realen Fahrbetrieb – insbesondere bei sportlicher Fahrweise – sind 11–13 l/100 km realistisch.



Arthur Edward Thompson Clarke

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